r Tristan Forever

Tobias Nölle, Loran Bonnardot, Suisse, 2026o

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Depuis 30 ans, Loran Bonnardot, un médecin parisien, entretient une amitié avec un pêcheur de Tristan da Cunha, l’île habitée la plus isolée au cœur de l’Atlantique Sud. Il s’y rend aujourd’hui une dernière fois pour s’y installer définitivement. Mais ce n'est pas si simple : le conseil de l'île doit d'abord se prononcer sur son admission. Loran met la main à la pâte pour tondre les moutons, se lie d'amitié avec un manchot et trouve peu à peu sa place. Ce faisant, la frontière entre rêve et réalité s'estompe de plus en plus.

Der Pinguin mit den gelben Büscheln am Kopf ist einfach da; niemand spricht über ihn. Vielleicht ist er Lorans filmisches Alter Ego. Anders als Loran wirkt er stets fröhlich. Loran Bonnardot dagegen ist ein Grübler, ein Mann der Widersprüche, ein einsamer Liebender – und Co-Autor wie Co-Regisseur dieses zwischen Dokumentation und Fiktion angesiedelten Films. Der Pariser Arzt reist seit dreissig Jahren immer wieder nach Tristan da Cunha, der abgelegensten Insel der Welt mitten im Südatlantik. Die rund 260 Einwohnerinnen und Einwohner starke Gemeinschaft ist sein Utopia, seine Traumheimat, sein Fluchtpunkt. Diesmal begleitet ihn der Schweizer Filmemacher Tobias Nölle (Aloys): Loran will bleiben und um Aufnahme in die Inselgemeinschaft bitten. Nölle, dessen Filme immer wieder Zwischenwelten erkunden, spiegelt Lorans Geschichte mit historischem Material: dem Vulkanausbruch von 1961, der Evakuierung nach Southampton und der späteren Rückkehr vieler Tristanier:innen gegen den Widerstand der britischen Regierung. Hinzu kommen Lorans Videotagebücher, mit denen er nach früheren Besuchen den Kontakt zur Insel hielt. Die grösste Verwerfung zieht sich jedoch durch Loran selbst. Nach der von Seekrankheit geprägten Überfahrt ab Kapstadt kommt er mit seinem Klavier an, arbeitet im Laden, unterrichtet und hilft medizinisch aus. Zugleich meidet er Verantwortung als Arzt – geprägt von seinen Erfahrungen bei «Ärzte ohne Grenzen». Bald sucht er jedoch sogar auf Tristan noch mehr Einsamkeit, renoviert ein Häuschen bei den Kartoffelfeldern und unternimmt riskante Solotouren: immer zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Bedürfnis nach Rückzug. Tristan Forever ist zugleich souveräner Insel-Dokumentarfilm und melancholische Allegorie auf die Unstillbarkeit des Fernwehs. Seine Inszeniertheit verbirgt der Film nicht. Gerade dadurch schafft er an einem nächtlichen Wendepunkt einen grossartigen filmischen Gänsehautmoment.

Zur ausführlichen Besprechung

Michael Sennhauser

Galerie photoso

Données du filmo

Genre
Documentaire
Durée
90 Min.
Langues originales
Français, Anglais
Ratings
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ØVotre évaluation7,6/10
IMDB:
7,6 (46)
Cinefile-User:
< 3 votes
Critiques :
< 3 votes

Casting & Equipe techniqueo

Loran Bonnardot
Glenda Rogers
Tobias NölleRéalisateurs
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